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Monday, Aug 24, 2026

Die USA verlangen von Brüssel, die digitalen Regeln zu überprüfen, um Vorurteile gegen amerikanische Technologie zu verhindern.

Der Botschafter fordert die EU auf, zu beweisen, dass ihre Gesetze amerikanische Firmen nicht unfair benachteiligen – oder sie zu ändern.
Die Vereinigten Staaten haben die Europäische Union formell aufgefordert, zu zeigen, dass ihre wegweisenden digitalen Vorschriften – insbesondere das Gesetz über digitale Märkte (DMA) und das Gesetz über digitale Dienste (DSA) – keine US-Technologieunternehmen benachteiligen, oder andernfalls die Regeln entsprechend zu überarbeiten. In Erklärungen gegenüber dem Financial Times sagte der US-Botschafter bei der EU, Andrew Puzder, dass Washington formelle Eingaben im laufenden Regulierungsüberprüfungsverfahren machen und an Diskussionen teilnehmen wird, um umstrittene Bestimmungen zu klären.

Puzder betonte, dass die amerikanischen Einwände breite bipartisan Unterstützung genießen und prägte das Thema als eine Frage der Fairness und der freien Meinungsäußerung. „Die Europäer sind der Meinung, dass [die Regeln] weniger restriktiv und weniger gezielt sind, als die USA glauben“, sagte er und fügte hinzu, dass sorgfältige Verhandlungen erforderlich sind, um sicherzustellen, dass keine unfairen Lasten für US-Unternehmen auferlegt werden. Diese Initiative erfolgt vor dem Hintergrund von Präsident Trumps Warnungen vor Vergeltungszöllen gegen Länder, deren Vorschriften er als diskriminierend ansieht.

Die europäischen Behörden hingegen weisen die Vorstellung zurück, dass ihre digitalen Gesetze auf US-Unternehmen abzielen. Die EU besteht darauf, dass die Regeln geografisch neutral sind, darauf ausgelegt sind, den Wettbewerb, die Verbraucherwahl und die Verantwortlichkeit von Plattformen zu fördern. Brüssel hat wiederholt erklärt, dass das DMA und das DSA _nicht_ im Rahmen von Handelsgesprächen mit den USA neu verhandelt werden und wies die Behauptungen zurück, dass sie Zensur gleichkommen.

Die Spannung folgt auf zunehmenden Widerstand großer Tech-Unternehmen. Anfang dieser Woche forderte Apple Brüssel auf, das DMA abzulehnen, und argumentierte, es untergrabe Innovationen, verzögere Produktmerkmale für europäische Nutzer und gefährde die Sicherheit. Im Gegenzug hat die Europäische Kommission die Regeln als wesentliche Leitplanken in einem modernen digitalen Markt verteidigt.

Inzwischen steigt der Druck zur Durchsetzung. Berichten zufolge steht Google kurz davor, in den kommenden Monaten die erste Antitrust-Strafe unter dem DMA zu erhalten, während Brüssel einen Fall gegen das Unternehmen finalisiert. Der Konflikt über die Regulierung wird zunehmend als Teil eines breiteren strategischen Kampfes um Technologiepolitik, globalen Handel und digitale Souveränität angesehen.

Während die US- und EU-Behörden sich auf ein Treffen vorbereiten, stehen beide Seiten vor einem schwierigen Balanceakt: legitime regulatorische Befugnisse zu verteidigen, ohne einen destabilisierenden Handelskonflikt über digitale Regelungen auszulösen.
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