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Tuesday, Jul 28, 2026

Belgisches Gericht entscheidet über Ursula von der Leyens Immunität im Streit um Impfstoffbeschaffung.

Belgisches Gericht entscheidet über Ursula von der Leyens Immunität im Streit um Impfstoffbeschaffung.

Die Präsidentin der EU-Kommission sieht sich mit Vorwürfen der Korruption und Verfahrensverstöße in COVID-19-Impfstoffvereinbarungen konfrontiert, da ein belgisches Gericht ihre Immunität überprüft.
Ein belgisches Gericht in Lüttich soll am 6. Januar 2025 entscheiden, ob Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, in einem Korruptionsfall im Zusammenhang mit der Beschaffung von COVID-19-Impfstoffen ihre rechtliche Immunität behält.

Das Urteil folgt auf eine Beschwerde des belgischen Lobbyisten Frederic Baldan, der von der Leyen der Korruption, der Zerstörung öffentlicher Dokumente und von Verfahrensverstößen beschuldigt.

Hintergrund des Falls
Die Anschuldigungen konzentrieren sich auf Behauptungen, dass von der Leyen geheime Verhandlungen per SMS mit Pfizer-CEO Albert Bourla geführt habe, um einen Vertrag über 35 Milliarden Euro für 1,8 Milliarden Dosen COVID-19-Impfstoff zu sichern.

Baldan behauptet, diese Verhandlungen hätten die EU-Mitgliedsstaaten umgangen und seien nicht transparent gewesen.

Von der Leyen hat behauptet, die SMS-Nachrichten seien "versehentlich gelöscht" worden. Das Gericht könnte ihr versehentlich glauben ...

Die erste Anhörung fand am 17. Mai 2024 statt, bei der das Gericht seine Zuständigkeit für den Fall bestätigte.

Nachfolgende Verfahren wurden aufgrund eines Einspruchs der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) verzögert, die argumentierte, ihre Immunität als EU-Kommissionspräsidentin schütze sie vor Strafverfolgung.

Anklagen und Anschuldigungen
Die Vorwürfe gegen von der Leyen umfassen:

- Amtsanmaßung und Titeleroberung: Angebliches Umgehen etablierter Beschaffungsprotokolle.
- Zerstörung öffentlicher Dokumente: Behauptungen über das Löschen von SMS während entscheidender Impfstoffverhandlungen.
- Hochrangige Korruption: Vorwürfe über geheime Absprachen mit Pfizer.

Die EPPO, die für die Untersuchung von Finanzverbrechen innerhalb der EU-Institutionen zuständig ist, unterstützt den Immunitätsanspruch von der Leyens.

Kritiker, darunter Baldan, stellen die Unparteilichkeit der EPPO in Frage und behaupten, sie schütze von der Leyen, anstatt die Korruptionsvorwürfe zu untersuchen.

Die Rolle von Frederic Baldan
Frederic Baldan, der Beschwerdeführer, spielt eine zentrale Rolle in der als „Pfizergate“ bezeichneten Kontroverse. Im Jahr 2023 reichte er eine Strafanzeige ein, in der er von der Leyen des Machtmissbrauchs, der Dokumentenvernichtung und der Korruption in ihrer Rolle bei Impfstoffverhandlungen beschuldigte.

Baldan argumentiert, diese Handlungen hätten gegen EU-Vorschriften verstoßen und den öffentlichen Finanzen geschadet.

Nächste Schritte
Die Entscheidung des belgischen Gerichts am 6. Januar wird klären, ob von der Leyens Immunität in diesem Fall gilt.

Wenn ihre Immunität nicht aufrechterhalten wird, könnten die Anschuldigungen zu formellen Verfahren gegen die Präsidentin der Europäischen Kommission führen.

Das Ergebnis wird die Rechenschaftspflicht und Transparenz innerhalb der EU-Institutionen erheblich beeinflussen.

Der Fall beleuchtet anhaltende Bedenken hinsichtlich des COVID-19-Impfstoffbeschaffungsprozesses und seiner weiteren Auswirkungen auf die EU-Regierung und -aufsicht.
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